9 Fakten über Ryanair, die Sie kennen sollten

Verwandeln Sie Ihren verspäteten, stornierten oder überbuchten Flug in eine Entschädigung von bis zu 600 €!

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Ryanair
Un aereo Ryanair vola alto sopra le nuvole
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In letzter Zeit gab es eine Flut von Artikeln mit unterhaltsamen und interessanten Fakten über die wohl „beliebteste“ aller Fluggesellschaften Ryanair. Während einige dieser Beiträge tatsächlich amüsant waren, enthielten andere gewisse Abweichungen zwischen Realität und Behauptungen. Deshalb haben wir beschlossen, einige Punkte klarzustellen und noch ein paar spannende Fakten über Ryanair hinzuzufügen. Los geht’s.

1. Ryanair hatte noch nie einen tödlichen Unfall, aber einige Beinahe-Katastrophen

Oft heißt es, dass der einzige schwerwiegende Vorfall bei Ryanair im Jahr 2008 geschah, als ein Flugzeug zu einer Notlandung gezwungen war. Acht Passagiere und zwei Crew-Mitglieder wurden damals mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Leider wird dabei gerne übersehen, dass es noch einige weitere ähnliche Fälle gab. Erst in diesem Jahr musste eine Ryanair-Maschine wegen Druckverlusts in der Kabine notlanden, 33 Passagiere kamen ins Krankenhaus. Seit 2010 wurden mindestens 23 weitere Personen bei Turbulenzen, Druckverlusten oder ähnlichen Vorfällen verletzt.

Und Beinahe-Katastrophen bedeuten nicht nur Verletzungen. Seit 2012 kam es in sieben Fällen zu Triebwerksausfällen oder -problemen während des Flugs. Außerdem gab es fünf Beinahe-Kollisionen, zuletzt am 2. Oktober 2018, als zwei Ryanair-Maschinen nur knapp aneinander vorbeiflogen.

Ihre Flug verlief nicht wie geplant?

Bei Flugverspätung, Annullierung und Überbuchung kann Passagieren eine Entschädigung zustehen.

2. Umgang mit Mitarbeitern

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Ryanair nicht gerade als vorbildlicher Arbeitgeber gilt. So heißt es, dass Flugbegleiter ihre Ausbildung und sogar ihre Uniformen selbst bezahlen müssen und ihre Leistung danach beurteilt wird, wie viele Produkte sie an Bord verkaufen.

2018 war ein Jahr voller Streiks, sowohl bei den Piloten als auch beim Kabinenpersonal. Ryanair wurde damals eine detaillierte Liste mit 34 Forderungen vorgelegt. Darin enthalten waren unter anderem Gehaltserhöhungen, bessere Bezahlung bei Krankheits- und Elternurlaub sowie verlässlichere Arbeitspläne.

Ryanair lehnte die Forderungen ab und erklärte, die Gehälter seien bereits wettbewerbsfähig und müssten daher nicht erhöht werden. Als Reaktion auf den jüngsten Streik Ende September schloss die Fluggesellschaft zwei deutsche Basen und entließ dort Piloten und Kabinenpersonal.

3. Der „sexy“ Ryanair-Kalender

Den Kalender, auf dem Flugbegleiterinnen (ausschließlich Frauen, keine männlichen Kollegen) abgebildet waren, gab es tatsächlich, bis er 2014 nach Protesten wegen sexistischer und objektivierender Inhalte eingestellt wurde.

Besonders umstritten war der Kalender für das Jahr 2012. Mehr als 8000 Menschen protestierten dagegen, woraufhin ein Sprecher von Ryanair erklärte: „Das beweist nur, dass es 7000 Prüde gibt.“ Einige verärgerte Ryanair-Passagiere, die die Fluggesellschaft „Lyingair“ nannten, veröffentlichten im selben Jahr sogar einen eigenen Kalender. Damit wollten sie das Unternehmen dazu bewegen, seine Kunden auf eine Weise ernst zu nehmen, die wirklich bei ihnen ankommt, und setzten ebenfalls auf freizügige Bilder.

4. Ryanairs Online-Auftritt

Ryanair sorgt immer wieder mit Problemen rund um die eigene Website für Schlagzeilen. Passagiere klagen über Schwierigkeiten beim Online-Check-in oder beim Ausdrucken der Bordkarten. Der neueste „Trick“ war eine groß angekündigte eintägige Ticketaktion – genau an dem Tag, an dem die Website wegen Wartungsarbeiten nicht verfügbar war. Clever.

5. Ryanairs wichtigste Märkte

2017 flogen 36,3 Millionen Passagiere mit Ryanair von italienischen Flughäfen ab – damit lag Italien an erster Stelle, gefolgt vom Vereinigten Königreich auf Platz zwei und Spanien auf Platz drei.

2018 sah die Lage jedoch weniger rosig aus. Wie bereits erwähnt, kam es in Europa zu zahlreichen Streiks, von denen Hunderttausende Passagiere betroffen waren. Auch in Ryanairs größten Märkten war das nicht anders: Bei Passagieren aus allen drei Hauptmärkten wurden die Flüge annulliert. Ryanair weigert sich, für solche Fälle Entschädigungen zu zahlen, und betont, dass die Arbeitsniederlegungen außerhalb des Einflussbereichs der Fluggesellschaft liegen. Entsprechende Ansprüche, so die Airline, würden abgelehnt.

6. Betten und … Blowjobs?

2008 veranstaltete Ryanair in Deutschland eine Konferenz über die zukünftigen Pläne der Airline. CEO Michael O’Leary kündigte an, in den Langstreckenmarkt einsteigen zu wollen. Dabei erklärte er, dass Ryanair günstige Flughäfen in Pendeldistanz zu großen US-Städten nutzen würde und es zwei Klassen geben solle – Economy und Business.

Die Economy Class sollte extrem günstig sein, „etwa 10 Euro“, wobei Passagiere für sämtliche Zusatzleistungen wie Essen und Wasser extra zahlen müssten. Die Business Class hingegen sollte alle Annehmlichkeiten kostenlos erhalten. Laut O’Leary persönlich wären dort auch „Betten und Blowjobs“ inbegriffen. Merkwürdigerweise erwähnte er jedoch nicht, welche „Extras“ es für weibliche Fluggäste geben sollte.

Auf derselben Konferenz äußerte O’Leary zudem seinen Unmut darüber, dass der deutsche Übersetzer seine Bemerkung nicht übersetzt hatte. Stilvoll.

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Bei Flugverspätung, Annullierung und Überbuchung kann Passagieren eine Entschädigung zustehen.

7. Ryanairs schwieriges Verhältnis zum Alkohol

Im Sommer 2004 beschloss Ryanair, Passagiere zum Mitnehmen von Alkohol ins Ausland zu ermuntern, indem sogenannte „Bullseye Baggies“ – Plastikbeutel für Alkohol – verkauft wurden. Nach heftiger Kritik wurde dieser Artikel jedoch wieder aus dem Sortiment genommen.

2017 kursierten Gerüchte, dass Flugbegleiter dazu angehalten wurden, an Bord möglichst viel zu verkaufen. Alkohol spielte dabei eine besondere Rolle: Verkauften Flugbegleiter nicht genug davon, drohten schlechtere Arbeitsbedingungen, bis hin zur Entlassung.

2018 änderte Ryanair plötzlich den Kurs und begann, gegen Alkoholkonsum vorzugehen. Zunächst wurde Passagieren auf bestimmten Strecken untersagt, Duty-free-Alkohol mit an Bord zu nehmen. Alle entsprechenden Einkäufe mussten ins Aufgabegepäck oder am Flughafen zurückgelassen werden.

Später im Jahr setzte sich Ryanair dann für Einschränkungen beim Alkoholkonsum in Flughäfen ein. Die Airline forderte, dass Alkohol vor 10 Uhr morgens nicht ausgeschenkt werden solle. Außerdem schlug sie eine Zwei-Getränke-Regel pro Passagier vor, die über das Scannen der Bordkarten kontrolliert werden sollte. Bleibt nur zu hoffen, dass Ryanair auch den Alkoholverkauf an Bord überdenkt. Was meinen Sie?

8. Geldgier

Eine Studie von IdeaWorks zeigte, dass Ryanair im Jahr 2017 ganze 28 % seines Gewinns aus sogenannten „Nebenerlösen“ erzielte – ein schicker Ausdruck für alles außer dem Sitzplatz. Das entsprach über 2 Milliarden Euro. Die Fluggesellschaft verlangt Gebühren für fast alles, vom Sitzen nebeneinander im Flugzeug (Passagiere werden oft über die Kabine verteilt, um sie zum Sitzplatzkauf zu bewegen) bis hin zu Wasser, wenn Ihnen während des Flugs schlecht wird.

Wenn Sie aus irgendeinem Grund den Online-Check-in verpassen oder nicht durchführen können, sollten Sie mindestens zwei Stunden vor Abflug am Flughafen sein. Andernfalls zahlen Sie eine Strafe von 55 Euro. Haben Sie zwar eingecheckt, aber die Bordkarte nicht ausgedruckt, kann eine Gebühr von 20 Euro fällig werden.

Seit dem 1. November hat Ryanair zudem seine Gepäckrichtlinien geändert. Nun muss selbst das Handgepäck zusätzlich bezahlt werden. Die Airline argumentiert, dass man mit dem Ticket ausschließlich den Flug selbst bezahlt, alles andere, wie Gepäck, kostet extra.

Zwischendurch gab es sogar Überlegungen, die Toiletten an Bord kostenpflichtig zu machen. In einem Interview verriet O’Leary, dass Ryanair die Möglichkeit geprüft habe, Münzautomaten an den WC-Türen einzubauen. Passagiere müssten dann eine Pfundmünze einwerfen, um die Toilette zu benutzen. Das hätte bedeutet, dass etwa schwangere Frauen oder Familien mit Kindern zusätzliche Kosten hätten, nur weil sie Bedürfnisse haben, die andere möglicherweise nicht haben.

2017 sprach Ryanair-Chef Michael O’Leary außerdem davon, dass Passagiere in den nächsten fünf bis zehn Jahren möglicherweise kostenlos mit Ryanair fliegen könnten. Die Einnahmen sollten dann über die Beteiligung an den Flughafenumsätzen generiert werden, „von all den Menschen, die durch die Flughäfen rennen“.

Nennen Sie mich pessimistisch, aber ich bin sicher, Ryanair würde trotzdem noch neue, kreative Gebühren einführen, vielleicht als Nächstes eine Gebühr für die „Kabinenbelüftung“?

9. Illegale Geschäftsbedingungen

2015 versuchte Ryanair, in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen eine Änderung einzuführen: Die Frist, innerhalb derer Passagiere einen Anspruch geltend machen konnten, sollte von 6 Jahren auf 2 Jahre verkürzt werden. Glücklicherweise schalteten sich die Gerichte ein und entschieden, dass eine Fluggesellschaft keine eigene Frist für Entschädigungen bei Flugverspätungen festlegen darf.

2016 geriet Ryanair erneut in die Kritik, diesmal wegen einer weiteren Aktualisierung der Geschäftsbedingungen. Der Grund: Die neuen Regelungen waren im Kern schlichtweg rechtswidrig.

In der Aktualisierung hieß es, dass „Passagiere Ansprüche direkt bei Ryanair einreichen und der Fluggesellschaft 28 Tage oder die gesetzlich vorgeschriebene Frist (je nachdem, welche kürzer ist) zur Antwort einräumen müssen, bevor sie Dritte mit der Durchsetzung von Ansprüchen beauftragen dürfen.“

Ryanair bearbeitet keine eingereichten Anträge, wenn der betroffene Passagier den Antrag nicht direkt bei Ryanair gestellt und Ryanair keine Zeit zur Antwort gegeben hat.

Diese Regel nahm den Passagieren die Möglichkeit, sich für Unterstützung bei einem Dritten Hilfe zu suchen. Leider ist sie immer noch in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthalten.

Inzwischen kann man die Nachrichten über Ryanair fast schon als eine Form der Unterhaltung betrachten. So viele Skandale, so viele Änderungen in den Richtlinien … Ryanair – wie ein Geschenk, das immer weitergeht.

Und wenn sich dieses „Geschenk“ als ein verspäteter, annullierter oder überbuchter Flug herausstellt, dann stellen Sie Ihren Antrag auf Flugentschädigung beantragen mit Skycop- insbesondere wenn klare Grenzen für Fluggesellschaften gesetzt werden müssen! Sie können dabei bis zu €600 Entschädigung erhalten.

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